Historie
Im Jahre 1911 wurde in Annaberg beschlossen, zu den Pfingstfeiertagen einen Flugtag
durchzuführen. Das Annaberger Wochenblatt" berichtete über dieses Ereignis unter
anderem folgendes:
So war der 4. Juni 1911 herangekommen. Von allen Seiten her setzte eine Massenwanderung nach Annaberg ein. Alle Zugangsstraßen nach dem Pöhlberg waren abgesperrt... .
Alle Wartenden wurden auf eine lange Geduldsprobe gestellt. Da, endlich, in der
fünften Mittagsstunde, hörte man aus der Gegend des Pöhlberges ein bisher unbekanntes
Surren und Summen. Hinter den Butterfässern" herum kam es gleich einem Riesenvogel
angeflogen. Alles blickte gespannt zum Himmel. Unter dem Jubel der Zuschauer, die das
Erscheinen des Fliegers mit Winken, Hüteschwenken und lauten Zurufen begrüßten,
zog der Aeroplan seine Bahn um den Pöhlberg, fuhr eine Schleife um den Kätplatz und
landete spiralenförmig niedergehend am Flößgraben auf dem Felde in der Nähe des
Schützenheimes. Erstmalig seit dem Aufkommen des Flugwesens war am Pöhlberge
die Landung eines Fliegers erfolgt."
Der Pilot war Karl Schall aus Rostock mit seinem 24 PS-Eindecker.
 Zeppelintage Annaberg (19.10.1913)
In den Jahren 1923 und 1924 führte ein gewisser Lehrer Stimpel die ersten Gleitflüge
mit einem selbstgebauten Hängegleiter am Pöhlberg durch.
1925 gab es erste Segelflugversuche durch Hugo Schneider aus Schlettau.
Nach der Gründung des Deutschen Luftsportverbandes entwickelte sich in Annaberg
rasch der Segelflug, da das Pöhlberggelände mit seinem Westhang für das Hangfliegen
recht gut geeignet war.
Pöhlberg - Westhang mit der jetzigen "Alten Poststraße" Aufnahme: Mandfred Ahner
1935 flog der Pilot Weidermann mit einem Einheitsschulgleiter acht Stunden. Dieser
Dauerflug war damals Pöhlbergrekord.
Ab 1939 stand die militärische fliegerische Ausbildung im Vordergrund.
Bis 1944 wurde bei entsprechender Wetterlage am Pöhlberg mit Gummiseilstart
Flugbetrieb durchgeführt. Im gleichen Jahr erfogten die Demontage der Flugzeughalle
in der Nähe des unteren Pöhlbergrundganges und der Abtransport nach Taucha bei
Leipzig.
Hangflugbetrieb am Pöhlberg mit Baby II B - 1966 Aufnahme: W. Weidauer
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Postkarte: Hangflug mit Segelflugzeug am Pöhlberg - 1936 Aufnahme: Foto-Edelmann
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Am 17. Oktober 1954 wurde der erste Segelflugstart nach dem Krieg auf dem Pöhlberg
ausgeführt. In den fünfziger Jahren fanden vorrangig Dauerflüge im Hangaufwind mittels
Windenstart statt. Der Segelflugbetrieb am Pöhlberg endete im Jahre 1974.
Das Fluggelände wurde nunmehr nur noch von Modellsportlern genutzt.
Der Hangflugwettbewerb um den Wanderpokal "Annaberger Bergkristall" in den einzelnen
Flugmodellklassen wird regelmäßig durchgeführt.
Die Aufstiegserlaubnis für den Flugplatz
Annaberg/Pöhlberg lief 1978 aus.
Quellen: "Flugplätze in Sachsen" Bildkalender 2000 Monat Oktober
Verfasser: Manfred Ahner + Andreas Petzold
Archiv Dr. Rürup
zu fliegerischen Aktivitäten in frühen Jahren der bemannten sowie Modellfliegerei in Annaberg
Fliegen an der "Morgensonne" Cunersdorf |
Fliegen an der "Morgensonne" Cunersdorf |
Modellflug am Pöhlberghang |
Hangflug mit Segelflugzeug (Postkarte) |
Die "Buchholz" im Weiheflug |
Hangflug mit Einheitsschulgleiter am Pöhlberg |
Ballon am Kätplatz |
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